Cyberversicherung richtig absichern – mit unserer unabhängigen Analyse
»Eine Cyberversicherung kann das Risiko eines Hackerangriffs absichern – ein solcher Schutz setzt aber ein gewisses Maß an IT-Sicherheit voraus. […] Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen würden die Gefahren aus dem Web häufig unterschätzt und das Niveau der eigenen IT-Sicherheit überschätzt.«
Und dann passiert so etwas: Ein Gerichtsurteil des Landgerichts Kiel (Urteil vom 23.05.2024; Az. 5 O 128/21) unterstreicht die Bedeutung korrekter Angaben. Im Zentrum des Rechtsstreits stand die Tatsache, dass das Unternehmen fälschlicherweise angegeben hatte, alle Arbeitsrechner seien mit aktueller Sicherheitssoftware ausgestattet. In Wirklichkeit fehlten bei mehreren Servern notwendige Sicherheits-Updates und Schutzmaßnahmen. Diese Diskrepanz zwischen den Angaben und dem tatsächlichen Zustand der IT-Infrastruktur führte dazu, dass das Gericht die Anfechtung des Vertrags durch den Versicherer als berechtigt ansah.
Systemausfälle, Betriebsunterbrechungen oder hohe Schadensersatzforderungen – im Falle eines Hackerangriffs können diese Kosten schnell zur Existenzbedrohung für Ihr Unternehmen werden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) meldet täglich rund 250.000 neue Schadprogramm-Varianten und 21.000 infizierte Systeme. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen suchen immer mehr Unternehmen nach verlässlichen Möglichkeiten, ihre digitale Infrastruktur wirksam zu schützen. Cyberversicherungen bieten hierbei wichtige finanzielle Sicherheit im Schadensfall.
Die Herausforderung dabei
Die Beantragung einer Cyberversicherung ist komplex und stellt viele Unternehmen vor große Hürden. Entscheidend sind präzise Angaben zum aktuellen Stand Ihrer Informations- und IT-Sicherheit. Die erforderlichen Fragebögen verlangen technisches Know-how und einen umfassenden Überblick über Ihre IT-Landschaft. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben können schwerwiegende Folgen haben – im schlimmsten Fall werden sie als arglistige Täuschung gewertet und führen dazu, dass der Versicherungsschutz im Ernstfall verweigert wird.
wir bieten maßgeschneiderte Ansätze zur Verbesserung Ihrer Cybersicherheit
Mit tatsächlich praxisorientierten Lösungen, die juristische und technische Expertise vereinen, steht Ihnen GLENDE.CONSULTING zur Seite, damit Sie fundierte Entscheidungen treffen und potenzielle Risiken minimieren. Stärken Sie die IT- und Informationssicherheit Ihres Unternehmens und optimieren Sie Ihre Position für den Abschluss einer Cyberversicherung. Gerne unterstützen wir Sie bei der Analyse Ihrer Cyberversicherung und dem Antragsprozess, indem wir sicherstellen, dass alle erforderlichen Informationen geprüft und notwendige Maßnahmen getroffen werden, damit Sie optimal geschützt sind.
In einem unverbindlichen Erstgespräch analysieren wir mit Ihnen Ihre aktuelle Situation und entwickeln einen maßgeschneiderten Ansatz zur Verbesserung Ihrer Cybersicherheit.
Welche Rolle spielt hier der CyberRisikoCheck?
Der CyberRisikoCheck nach DIN SPEC 27076 bildet eine Basis, auf der Unternehmen ihre Cyberrisiken systematisch bewerten können. Diese Bewertung kann für die Bestimmung des Versicherungsbedarfs und geeigneter Versicherungssummen für eine Cyberversicherung wichtig sein und somit Einfluss auf die Konditionen der Versicherung haben.
Viele Cyberversicherer verlangen von Unternehmen, dass sie bestimmte Sicherheitsstandards einhalten oder Maßnahmen zur Risikominderung ergreifen, bevor sie eine Police ausstellen. Ein durchgeführter CyberRisikoCheck kann hierbei als Nachweis dienen, dass das Unternehmen aktiv an der Verbesserung seiner Cyberabwehr arbeitet.
FAQ
Eine Cyberversicherung ist eine spezielle Versicherung, die Unternehmen vor den finanziellen Folgen von Cyberangriffen, Datenverlust oder anderen digitalen Bedrohungen schützt. Cyberversicherungen können eine Vielzahl von Schäden abdecken, darunter Kosten für Datenwiederherstellung, Betriebsunterbrechungen, Rechtsstreitigkeiten, Haftpflichtansprüche und spezielle Kosten für die Benachrichtigung betroffener Kunden bei einem Datenleck.
Jede Organisation, die digitale Daten speichert oder verarbeitet, sollte über eine Cyberversicherung nachdenken. Kleine und mittlere Unternehmen sind oft Ziel von Cyberangriffen, da sie möglicherweise weniger in IT-Sicherheit investieren. Eine Cyberversicherung bietet finanziellen Schutz und unterstützt bei der Bewältigung von Sicherheitsvorfällen.
Ja, viele Cyberversicherungen decken Schäden ab, die durch fahrlässiges Verhalten von Mitarbeitenden entstehen, wie z. B. das versehentliche Versenden sensibler Daten. Voraussetzung ist, dass keine grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegt.
Die Cyberversicherung bietet finanziellen Schutz bei IT-Sicherheitsvorfällen, während der CyberRisikoCheck nach DIN SPEC 27076 eine standardisierte Analyse zur Bewertung und Verbesserung der IT-Sicherheitslage kleiner Unternehmen ist. Der Check dient der Prävention – die Versicherung greift im Schadensfall. Viele Versicherer begrüßen es ausdrücklich, wenn Unternehmen den CyberRisikoCheck durchführen, da er das Risikobewusstsein und die Sicherheitslage nachweislich verbessert.
Nein. Wir unterstützen Sie jedoch dabei, eine Cyberversicherung zu finden, die optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, und begleiten Sie während des gesamten Antragsprozesses. Insbesondere wenn es um präzise Informationen zu Ihrem aktuellen Stand der Informations- und IT-Sicherheit geht, ist ein tiefgehendes technisches Verständnis erforderlich. Die sorgfältige Prüfung der Policen ist entscheidend, da die Deckungsumfänge je nach Anbieter erheblich variieren können.